DITIB Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e.V
 

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (Ditib) in Leipzig wurde im Jahre 2005 gegründet. Sie ist die größte sunnitisch-islamische Organisation in Deutschland. Seit 2016 ist die Gemeinde in der Herrmann-Liebmann-Straße 80 ansässig. 
Die Ditib-Gemeinde besteht ca. aus 80 Stammmitgliedern und ist strukturiert in Vorstand, Frauengruppe, Elterngruppe und Jugendgruppe.  Bei Freitagsgebeten und Feiertagen haben sie bis zu 250 Besucher:innen. Sie ist sehr heterogen und hat ihre Türen nicht nur für türkischstämmige, sondern für alle Muslim:innen offen. 

Jedes Jahr im Ramadan werden Veranstaltungen, wie gemeinsames Fastenbrechen, angeboten, um den Dialog innerhalb der Gemeinde und der Mehrheitsgesellschaft zu stärken. Zudem werden für Jugendliche Sport- und Bildungsangebote erstellt. An den Wochenenden können die Jugendlichen am Kultur- und Islamunterricht teilnehmen. Die Gemeinde legt einen großen Wert auf die Religionsausübung vor Ort, um die Jugendlichen vor Radikalisierungstendenzen zu schützen. Auch für Frauen werden Angebote geschaffen. Eines der Veranstaltungen informierte über Berufsorientierung für Jugendliche und Frauen. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Stadt Leipzig - Referat für Migration und Integration organisiert. Außerdem lädt die Ditib Gemeinde jedes Jahr am 3. Oktober zum Tag der offenen Moschee die Stadtgesellschaft ein, um religionsübergreifende Verständigung zu fördern. 

In erster Linie sieht sich die Gemeinde als eine Gebetsstätte und Anlaufstelle für Gläubige mit allen Belangen. Überdies ist die Gemeinde auch in der Seelensorge, Bildungsarbeit und Freizeitgestaltung aktiv. 

Die Ditib Gemeinde wünscht sich mehr Dialog und Kommunikation mit Behörden und der Stadtgesellschaft. Durch die Zusammenarbeit sollen die Vorurteile abgebaut und die Begegnung gestärkt werden. Das Thema Sicherheit ist für die Gemeinde von besonderer Bedeutung, da bis heute über fünf Angriffe auf das Gemeindegebäude verübt wurden.  

Ahmadiyya Muslim Jamaat

1889 wurde die Ahmadiyya Muslim Jamaat in Indien gegründet. Die Gemeinde ist seit 1923 in Deutschland und seit 1991 in Leipzig aktiv und befindet sich in der Waldstraße 29. 

Derzeit hat die Gemeinde in Leipzig ca. 100 Mitglieder und besteht aus Vorstand, Imam, PR-Abteilung, Frauengruppe, Seniorengruppe und Jugendgruppe. Das Amt des Imams ist vom Vorstand getrennt. 

Neben den täglichen Gebeten findet auch das Freitagsgebet statt. Jedes Jahr werden bestimmte Veranstaltungen wie Neujahrsempfang, Ramadan, Opferfest und andere religiöse Veranstaltungen organisiert. Mit den Jugendlichen werden kleine Projekte für die Umwelt wie z.B. Neujahrsputz veranstaltet. Zudem nimmt die Gemeinde an Blutspende-Aktionen teil und verteilt Speisen an Obdachlose. Zur Stärkung des Dialogs mit der Mehrheitsgesellschaft und religiösen Einrichtungen nehmen sie regelmäßig am interreligiösen Dialog teil, bei dem sie auch Vorträge zu islamischen Themen anbieten. Auch der Tag der offenen Moschee ist für die Ahmadiyya Gemeinde ein wichtiger Tag, um religionsübergreifend Menschen zu erreichen.

Die Gemeinde sieht seine Rolle vorerst als Gebetsort. Außerdem beschreiben sie sich als Ort des Friedens und Begegnung. Sie verstehen sich nicht direkt als eine Anlaufstelle für alle Belange, aber versuchen ihre Mitglieder so weit wie möglich zu unterstützen und weiterzuvermitteln. 

Seit 2013 ist eine Moschee im Leipziger Stadtteil Gohlis in Planung. Aufgrund von Klagen und Petitionen sowie baurechtliche Vorgaben, wurde der Bau immer wieder verschoben. Mit dem Bau der neuen Moschee möchten sie eine Sehenswürdigkeit für die Stadt präsentieren.
Als langfristiges Ziel haben sie sich für mehr Vernetzung und Kontaktausbau gesetzt. Zudem wollen sie gemeinsam mit der Stadt Leipzig Projekte für junge Menschen organisieren. 

Die Gemeinde sieht sich als ein Teil der Stadtgesellschaft und möchte auch so wahrgenommen werden. Sie wünschen sich mehr Dialogbereitschaft von der Mehrheitsgesellschaft und Stadtverwaltung. Gemeinsam soll dadurch mehr Sichtbarkeit, Anerkennung und Wahrnehmung erreicht werden. 

WEitere Moscheen werden noch aufgelistet